Häufige Fragen

Was genau macht ihr als Mütterpflegerinnen?

Wir kommen zu dir nach Hause und bleiben so lange, wie du es brauchst. Was wir bei dir tun und wie wir dich unterstützen, richtet sich nach deinen Wünschen und Bedürfnissen. Wir unterstützen dich ganz praktisch bei der Neuorganisation deines Haushalts, der ohne Zweifel nun anders laufen wird als vorher. Wir kochen leckeres (gerne auch vollwertiges) Essen, sorgen für einen gefüllten Kühlschrank und machen so viel Ordnung und Sauberkeit wie nötig. Hast du noch ältere Kinder, betreuen wir diese, spielen mit ihnen oder holen sie vom Kindergarten oder Schule ab. Wir helfen dir bei der Pflege deines Babys, unterstützen dich beim Stillen und bei der Ernährung und helfen Dir, die Empfehlungen der Hebamme umzusetzen. Auch beraten wir dich gerne im Umgang mit dem Tragetuch und üben, es zu binden. Du kannst jederzeit Probleme mit uns durchsprechen, und dich gerne bei uns „ausweinen“. Gemeinsam können wir Lösungswege aus schwierigen Situationen suchen. Wir sind für dich da, wenn es schwierig wird – auch schon vor der Geburt deines Babys oder nach dem Wochenbett. Im Vordergrund steht, dass es dir gut geht. Wir schaffen dir Freiräume um zu entspannen, sei es eine erfrischende Dusche oder einfach nur Zeit zum schlafen. Mit Entspannungsübungen oder kleinen Massagen können wir dir helfen, zur Ruhe zu kommen.

Wann und wie lange kommt eine Mütterpflegerin?

Grundsätzlich kommen wir, wann immer du uns brauchst. Also auch schon vor der Geburt oder nach dem Wochenbett. Unser Hauptaugenmerk liegt natürlich auf der Zeit des Wochenbetts, also den Tagen direkt nach der Geburt. Vielleicht willst du dir aber auch die letzte Zeit vor der Geburt einfach erleichtern, dann kannst du dir eine Mütterpflegerin engagieren. Oder du hast gesundheitliche Probleme und brauchst jemanden, der dir zur Hand geht. In diesen Fällen zahlt auf ärztliche Verordnung die Kasse meist etwas dazu. Es kann sein, dass erst nach Wochen oder gar Monaten Probleme auftreten, z.B. Erschöpfungszustände und depressive Phasen. Deine Mütterpflegerin kommt auch dann zu dir, stärkt dir den Rücken und unterstützt dich. Auch hier wieder wichtig: vorab die Kostenübernahme klären.

Was ist der Unterschied zur Haushaltshilfe?

Eine Haushaltshilfe kümmert sich ausschließlich um den Haushalt. Also waschen, bügeln, saubermachen, einkaufen und kochen. Dazu kann Hilfe bei der Kinderbetreuung kommen. Zusätzlich zu diesen Aufgaben hat eine Mütterpflegerin dein persönliches Wohl im Auge. Sie „bemuttert“ dich, damit du ohne Streß in deine eigene Mutterrolle finden kannst. Sie ist durch eine anspruchsvolle und vielseitige Ausbildung auf diese besondere Situation vorbereitet.

Was ist der Unterschied zur Hebamme?

Mütterpflegerinnen sind keine Hebammen und haben einen anderen Schwerpunkt. Dort, wo die Arbeit der Hebamme endet, beginnt normalerweise die Arbeit der Mütterpflegerin. In optimaler Ergänzung arbeiten wir sehr gerne in enger Abstimmung mit deiner Hebamme, helfen deren Empfehlungen umzusetzen und stehen dir für evtl. Nachfragen zur Verfügung.
 
Deine Mütterpflegerin ist je nach Bedarf für Stunden in deinem Haushalt. Wir kümmern uns um dein Wohlergehen und das des Babys. Wir unterstützen dich in der neuen Lebenssituation und entlasten dich. Das kann ganz praktisch Hilfe im Haushalt sein, Zeit für Gespräche, eine kleine Nackenmassage oder andere „Streicheleinheiten“.

Kann ich eine Mütterpflegerin und eine Hebamme gleichzeitig engagieren?

Ja, das ist möglich. Eine Mütterpflegerin achtet beispielsweise darauf, daß die Empfehlungen der Hebamme umgesetzt werden.

Welche Ausbildung haben Mütterpflegerinnen?

Wir absolvieren eine einjährige Ausbildung an der Mütterpflegerinnen-Schule in Gießen. Unterrichtet wird von einem qualifizierten Team von Dozenten. Die Verknüpfung von Theorie und Praxis ist wichtiger Bestandteil der Qualifizierung. Bereits während der Ausbildung werden die Mütterpflegerinnen in Familien eingesetzt, im Kurs werden die dort gesammelten Erfahrungen im Unterricht supervidiert. Die Mütterpflegerinnenschule wird geleitet von Dorothea Heidorn, Lehrhebamme und Leiterin des Entbindungshauses Gießen. Unterstützt wird die Schule durch den gemeinnützigen „Verein für Mütter- und Familienpflege e.V.“ Gießen.
www.muetterpflege.de

Wie groß ist euer Einsatzgebiet?

Wir sind für den Köln-Bonner Raum zuständig. Unser Schwerpunkt liegt wohnortbedingt im Rhein-Sieg-Kreis.

Wie hoch sind die Kosten und wer übernimmt sie?

Die meisten Kassen übernehmen die Kosten für eine Haushaltshilfe für 6 Tage á 8 Stunden, sofern du wegen Schwangerschaft oder Entbindung nicht in der Lage bist, deinen Haushalt selbst zu führen oder keine in deinem Haushalt lebende Person diese Aufgabe übernehmen kann. Rechtliche Grundlage bilden SGB V §24g, §24h und §38. Immer ist eine ärztliche Verordnung nötig. Privatversicherungen übernehmen meist keine Haushalthilfe.

Weitere Infos findest Du hier.